Tipps für Lehrer
Anfängerschwimmen aktuellDie Schwimmausbildung für Kinder und Anfänger beginnt mit einer umfangreichen Phase der Wassergewöhnung und -bewältigung. Auch wenn dieser erste Ausbildungsteil von außen oft spielerisch wirkt, werden bereits hier die Grundlagen gelegt. Die dabei erworbenen Fähigkeiten bilden die Basis für die späteren Schwimmtechniken.
Experten-Tipps von Dr. Klaus Reischle
Dr. Klaus Reischle ist Fachleiter Schwimmen am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg und Autor von "Bewegung und Spaß im Nass". Diese Broschüre zum Schwimmen und Schwimmenlernen wurde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, der Universität Heidelberg und Capri-Sonne erstellt. Sie gibt Lehrkräften viele didaktisch-methodische Informationen zum Aufbau des Schwimmunterrichts. Weitere Informationen zu dieser Publikation erhalten Sie hier.
Bewegung und Spaß im nassen Element
Wasser motiviert zu vielseitigen Aktionen, denn Wasser ist eine Bewegungssituation
- an die sich Kinder erst gewöhnen müssen
- in der und mit der gespielt werden kann
- in der Leistungsschwimmer ihre eigenen Möglichkeiten ausloten, Kinder und Jugendliche die äußeren Bedingungen erkunden können
- die Kinder, Jugendliche und Leistungsschwimmer zur Bewältigung herausfordert
- in der sich Kinder, Jugendliche und Leistungsschwimmer vergleichen
- in der mit leistungssportlichen, präventiven oder rehabilitativen Zielstellungen trainiert werden kann
- in der neue Bewegungsabläufe gelernt, und geübt und Teilbewegungen koordiniert werden
Wozu Schwimmen?
Folgende Erfahrungen können beim Schwimmen, direkt oder indirekt, vermittelt werden:
- Könnensfortschritte erleben: zum Beispiel sich nach der Wassergewöhnung angstfrei im Wasser zu bewegen, Schwimmen lernen, die vier Schwimmarten, Starts und Wenden lernen
- Sich im Schwimmbad, See oder Meer sicher fühlen
- Im Schwimmbad Freunde treffen und gemeinsam mit ihnen schwimmen, springen und spielen
- Bewegungen probieren und gestalten, beispielsweise probieren, mit Delfinbewegungen 25 Meter zu tauchen
- Bewegungsvollzüge erfahren, die dann unmittelbar Freude vermitteln und die Schwimmer jeweils spezifisch beanspruchen, zum Beispiel
- beim 50-Meter-Sprint oder beim 400-Meter-Lagenschwimmen
- bei den rhythmischen Delfinbewegungen den Bewegungsrhythmus erleben
- beim Kraulschwimmen, wenn, nach einer mehr oder weniger langen Lernepisode locker und entspannt eine 400-Meter-Strecke bewältigt wird

